Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen

© Ihlefeldt, EKBO

"Es wird dunkel, begleite du mich durch die Nacht."

Lukas 24,29
RSSPrint

Patenschaftsangebote

Im Folgenden erhalten Sie nähere Information zu Grabstätten von bekannten Persönlichkeiten auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf, die Sie als Grabpate erwerben können.

Grabstätte Adolf Rohrbach (28.03.1889 - 06.07.1939)

© Ihlefeldt, EKBO

Adolf Rohrbach war ein Sohn des Gothaer Schuldirektors und Amateurastronomens Carl Rohrbach. Er studierte Maschinenbau und arbeitete nach seiner Promotion in der Schiffswerft Blohm & Voss in Hamburg. Später lernte er den Flugzeugbauer Claude Dorniers kennen. Er stieg zum Chefkonstrukteur der Zeppelin-Luftschiffwerft und Flugzeugwerke in Staaken auf, wo er während des ersten Weltkrieges Großflugzeuge für den Luftkrieg gegen Großbritannien konstruierte. Nach Kriegsende baute er weitere Großflugzeuge in Ganzmetallbauweise und gründete 1922 die Rohrbach Metallflugzeugbau GmbH. Nach mehreren erfolgreichen Entwicklungen von Verkehrsflugzeugtypen verstarb er 1939 während eines Urlaubsaufenthaltes in Kampen auf Sylt an einem Herzinfarkt.

Das Grabmal für Adolf Rohrbach wurde von dem Bildhauer Arno Breker gestaltet. Rohrbachs Ehefrau Charlotte, die als Fotografin lange Zeit mit Breker zusammenarbeitete und 1981 ebenfalls in der Grabstätte auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt wurde, gab das Grabmal bei dem Bildhauer in Auftrag. Dieses zeigt einen im monumentalen Stil seiner Zeit in Heldenpose dargestellten Ikarus, bezugnehmend auf Rohrbachs Rolle im Flugzeugbau.   

1939/40

zwei Grabstellen

Der Rekonstuktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung vor Ort abzusprechen.

Grabstätte Walter Gropius (22.05.1848 - 19.02.1911)

© Ihlefeldt, EKBO

Nach dem Abitur studierte Walter Gropius ab 1867 an der Berliner Bauakademie. Während des Studiums ließ er sich vom Militär einziehen und kämpfte 1870/1871 als Freiwilliger im Garde-Füsilier-Regiment im Krieg gegen Frankreich. Nach seiner Militär- und Studienzeit war er als Bauführer in Potsdam und Berlin tätig. Seit 1882 wirkte Gropius im Berliner Polizeipräsidium als Regierungsbaumeister. Nachdem er 1891 zum Bauinspektor und 1898 zum Baurat befördert wurde, verlieh man ihm 1908 den Titel „Geheimer Baurat“. Walter Gropius übte diese Tätigkeit in einer Phase des ständigen Wachstums der Stadt aus. Mit seinem Wirken gestaltete er das Berliner Stadtbild in dieser Zeit maßgebend.

Verheiratet war Gropius seit dem 8. Mai 1878 mit Manon Scharnweber. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor, darunter der berühmte Bauhaus-Begründer Walter Gropius junior.

Das altarähnlich gestaltete Grabmal der Familie Gropius besteht aus einem hochrechteckigen Mittelteil, in dem eine Bronzetafel des Bildhauers Richard Scheibe eingelassen ist. Die Grabstätte der Familie Gropius befand sich ursprünglich auf dem St. Matthäus-Friedhof in Berlin Schöneberg. Mit der Umbettung des Familiengrabes wurde 1938 das Grabmal auf dem Südwestkirchhof neugestaltet. Das zentrale Bronzerelief zeigt zwei sitzende mit einer Geige und Orgel musizierende Knaben. Dabei fällt der Gegensatz zwischen den Instrumenten, der teuflischen Geige und der göttlichen Orgel, ins Auge. Das Wirken beider Knaben, die, im Gegensatz zum zeittypischen Heroismus, geradezu zerbrechlich wirken, zeigt offen selbstkritisch die Ambivalenz eines Menschenlebens. Inwieweit Walter Gropius jun. den Entwurf für das Grabmal mitbeeinflusste, ist nicht geklärt.   

zwei Grabstellen

Der Rekonstuktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung vor Ort abzusprechen.

Mausoleum der Familie Caspary

© Eckerland, EKBO

Die Familie Caspary war eine Berliner Industriellenfamilie. Fritz Caspary gründete im Jahre 1888 die OHG Fritz Caspary, die 1921 in die Aktiengesellschaft Fritz Caspary AG umgewandelt wurde. Die in Berlin Marienfelde ansässige Firma stellte Schiffseinrichtungen, Metallbetten und Polstermatratzen her. Aufgrund der jüdischen Abstammung der Familie Caspary immigrierten die Angehörigen der Familie nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 aus Deutschland. Innerhalb der Gruft wurden drei Familienangehörige der Familie Caspary beigesetzt.

FHP Diplomarbeit Hanini Teichmann Mausoleum Caspary 2010: Erfassung, Bewertung und Katalogisierung von Denkmalgruppen - Die 20 Mausoleen des Südwestkirchhofs Stahnsdorf -

FHP Projektarbeit Schubert Köhn Idehen 2010

Das 1911/12 erbaute Mausoleum der Familie Caspary wurde vom Architektenbüro Mohr & Weidner entworfen und erbaut. Das Mausoleum ist geprägt von Neoklassizismus aber auch von Art Deco-Elementen. Im Innenraum befindet sich die zentrale Gruft der Familie Caspary mit einem prunkvollen Goldmosaik und Bronzeschmuck reich verziert.

FHP Diplomarbeit Hanini Teichmann Mausoleum Caspary 2010: Erfassung, Bewertung und Katalogisierung von Denkmalgruppen - Die 20 Mausoleen des Südwestkirchhofs Stahnsdorf -

1911/12

Die Anzahl der neuen möglichen Grabstellen ist bei der Friedhofsverwaltung zu erfragen.

Der Rekonstuktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung vor Ort abzusprechen.

FHP Restaurierungsbericht 2004

Mausoleum der Familie Langenscheidt

© Eckerland, EKBO

Die Familie Langenscheidt ist eine der ältesten Verlagsfamilien Deutschlands. Ihr Erfolg begründet sich auf die Herausgabe von Wörterbüchern und Sprachlernhilfen, sowie der Entwicklung einer Lautschrift durch Gustav Langenscheidt.

Gustav Langenscheidt wurde 1832 als Sohn einer Handwerkersfamilie in Berlin geboren. Ursprünglich sollte er den Familienbetrieb übernehmen und so absolvierte er zunächst eine kaumfmännische Lehre. Nach Abschluss dieser Lehre wanderte er ein Jahr durch Europa und legte 5.500 km zurück. Auf dieser Reise erlernt er die französische Sprache. Bei den Schwierigkeiten beim Erlernen der richtigen Aussprache erfand er die Lautschrift und setzte diese mit seinem Sprachlehrer Charles Toussaint um. Sie sollte zur besseren Darstellung der Wörter dienen, um das Erlernen von der Grammatik zu lösen und dadurch zu vereinfachen. Die Grundidee fand er bei der Notenschrift in der Musik.

FHP Diplomarbeit Hanini Teichmann Mausoleum Langenscheidt 2010

FHP Verformungsgerechte Bauaufnahme Prof. Dr. Abri Mausoleum Langenscheidt 2010

 

 

Johannes Lange war der Architekt des Mausoleums. die innerräumlichen Glasmosaike wurden von der Puhl & Wagner Gesellschaft realisiert.

Ursprünglich befand sich das Mausoleum Langenscheidt in Schöneberg. Im Zuge der Umgestaltung Berlins unter Hitler und Speer müssten auch einige Friedhöfe weichen, um eine Nord-Süd- und eine Ost-Westachse entstehen zu lassen.

Das Mausoleum Langenscheidt ist ein dreitleiliger klassizistischer Baukörper, dessen äußere Flügel von arkardenartigen Gärten umfasst werden.

FHP Diplomarbeit Hanini Teichmann Mausoleum Langenscheidt 2010

FHP Verformungsgerechte Bauaufnahmen Prof. Dr. Abri Mausoleum Langenscheidt 2010

Die Anzahl der neuen möglichen Grabstellen ist bei der Friedhofsverwaltung zu erfragen.

Der Rekonstuktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung vor Ort abzusprechen.

Mausoleum der Familie Felinus

© Ihlefeldt, EKBO

Albrecht Felinus wurde 10.04.1836 geboren und verstarb am 21.09.1895. In dem Mausoleum Felinus befinden sich die sterblichen Überresten des Albrecht Felinus mit seiner ersten Frau Agnes Felinus und seiner zweiten Frau Elisabeth Felinus,  seiner Tochter Margarethe Erdtmann und ihrem Ehemann Paul Erdtmann, sowie der Enkeltochter Elisabeth Boetticher und ihrem Ehemann Hugo Boetticher.

FHP Diplomarbeit Hanini Teichmann Mausoleum Felinus 2010

FHP Verformungsgerechte Bauaufnahme Prof. Dr. Abri Mausoleum Felinus 2013-2014

Das aus Muschelkalkstein erbaute Mausoleum ist dem Art Deco bzw. dem Jugendstil zuzuordnen. Über dem Eingang befindet sich der große Schriftzug Felinus sowie rechts und links davon jeweils eine Rosette. Betritt man den Innenbereich, sieht man ein Tondo aus Bronze gefertigt vom Berliner Bildhauer Hans Latt. Der Tondo wurde als Christuskopfdarstellung hergestellt. Unter ihm befinden sich die vergoldeten Inschriften der Verstorbenen.

Hans Latt spezialisierte sich auf Skulpturen im Stil des realistischen Naturalismus und entwarf unter anderem den Jüngling im Fischerbrunnen im Lichtenberger Stadtpark. 

 

FHP Diplomarbeit Hanini Teichmann Mausoleum Felinus 2010

FHP Verformungsgerechte Bauaufnahme Prof. Dr. Abri Mausoleum Felinus 2013-2014

Baujahr: 1893

Weitere Informationen erhalten Sie von der Friedhofsverwaltung.

Der Rekonstruktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung abzusprechen.

Mausoleum der Familie Schmidt-Dames

© Groiseau, EKBO

Bei der Familie Schmidt-Dahmes handelt es sich um eine Berliner  Kaufmannsfamilie aus dem 19. Jahrhundert. Weitere Informationen zu den Biografien der in der Grabstätte Bestatteten liegen uns derzeit leider nicht vor.

Das Mausoleum wurde im geometrischen antikisierenden Jugendstil der Wiener Sezession erbaut. Dem Kastell-Bau mit wehrhaften Charakter wurde eine neofrühklassizistische Tempelfassade vorgeblendet. Es ist eine gelungene Kombination der Bauelemente zu einem Baukomplex, der vom Jugendstil bestimmt wird.

 

 

Die Anzahl der neuen möglichen Grabstellen sind in der Friedhofsverwaltung zu erfragen.

Der Rekonstruktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung abzusprechen.

Mausoleum des KGR Friedrich Müller

© Groiseau, EKBO

Friedrich Müller wurde am 28. November 1845 in Jauer in der Provinz Schlesien als Sohn des Landgerichtsrats Julius Ephraim Eugen Müller und Karoline Steinbeck geboren.

Er absolvierte das Gymnasium in Oels, um im Anschluss daran Rechtswissenschaften zu studieren. Dafür besuchte er Vorlesungen an den Universitäten in Berlin, Breslau und Heidelberg. Im Jahre 1877 erhielt er das Assessor-Examen. Danach war er als Kreisrichter in Köpenick tätig. 1889 wechselte er nach Berlin und wurde Landesgerichtsrat beim Landgericht Berlin. Drei Jahre später, 1892,  beförderte man ihn zum Kammergerichtsrat am Landgericht Berlin. Der Kammergerichtsrat Dr. jur. Friedrich Müller schied am 1. April 1898 aus dem Justizdienst aus.

Das Mausoleum Kammergerichtsrat Müller wurde ursprünglich auf dem Alten St. Matthäuskirchhof in Berlin-Schöneberg erbaut. 1901 verstarb Dr. Friedrich Müller und wurde in dem Mausoleum auf dem St. Matthäus-Friedhof bestattet. Um 1939 wurde das Mausoleum mit seinen Inhalten und weitere 15.000 Grabstätten auf den Südwestkirchhof Stahnsdorf in die Alte Umbettung transloziert.

 


Das neobarocke Grabmal (früher mit Gruft) mit Anklängen des Jugendstils stammt vom Regierungsbaumeister Carl Teichen. Die manirierte Verkröpfung am Übergang vom Tympanon zum Traufgesims sind stark barockisiert. Im Innenraum sind die Wände mit Mosaiken, Stuck sowie weißem Mamor verkleidet. Die Decke gestaltet sich als ein geöffnetes Kuppelgewölbe.

Aufgrund der architektonischen Besonderheiten und der künstlerischen Gestaltung kann das Grabmal als besonders bedeutend eingestuft werden.

Die Anzahl der neuen möglichen Grabstellen sind bei der Friedhofsverwaltung zu erfragen.

Der Rekonsturktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung abzusprechen.

Mausoleum Krause-Sorger

© Ihlefeldt, EKBO

Mausoleum Kuhnen

© Groiseau, EKBO

Das Mausoleum Kuhnen wurde 1923 auf dem Alten St. Matthäuskirchhof in Berlin-Schöneberg erbaut und 1939 mit weiteren 15.000 Grabstätten auf den Südwestkirchhof Stahnsdorf in die Alte Umbettung transloziert.

Zur Familie Kuhnen konnten leider keine weiteren Informationen gefunden werden.

Der Baukörper besteht aus einem Mauerwerkskern mit vorgesetzem Neubrunner Sandstein an den Innen- und Außenwänden. Das Mausoleum Kuhnen zeichnet sich durch einen rechteckigen Bau mit vorgestelltem Portal in Anlehnung an die Portikusarchitektur aus. Ein reich verziertes Eingangsportal aus Sandstein ziert das ansonsten schmucklose Gebäude im neoklassizistischen Stil von außen.

Im Innenraum gibt es aufwendige Gestaltungselemente an der Eingangsfassade sowie anspruchsvolle Inszenierungen durch allegorische Darstellungen und Schmuckelemente.

Die Anzahl der neuen möglichen Grabstellen ist bei der Friedhofsverwaltung zu erfragen.

Der Rekonstruktionsbedarf ist mit der Friedhofsverwaltung abzusprechen.